Referent.innen 2027

Hier findet ihr alle Informationen zu den einzelnen Vorträgen und Workshops, sowie den Referent.innen für den Kongress 2027.


> Christel van Dieken | Werkstattpädagogik – eine Pädagogik, die Kinder sieht und stärkt

Wie Sie als Kitateam Visionen für ein qualitativ hochwertiges pädagogisches Konzept entwickeln können Werkstattpädagogik ist ein Handlungskonzept zur Umsetzung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse über beste Entwicklungsbedingungen für kindliche Entwicklung. Renommierte Wissenschaftler bestätigen das und fordern einen Schutz- und Entwicklungsraum für die Entdecker- und Lernfreude von Kindern in Kitas. Das bietet die Werkstattpädagogik. Sie bedeutet SelberTun, mit den Händen, über Erfahrung lernen, sinnliche haptische Erfahrungen machen, anregende Räume und Materialien zum Ausprobieren zur Verfügung haben, vielleicht einen Geruch in der Nase…..
Ich möchte Ihnen Mut machen Visionen zu entwickeln, wie Sie diesen Weg gehen können und gebe Ihnen Ideen für den Praxistransfer dieses partizipativen Kitakonzeptes. Lassen Sie sich begeistern und inspirieren von anregenden Raumkonzepten und spannenden Angeboten der pädagogischen Fachkräfte, die aus der Beobachtung der Entwicklungsbedürfnisse von Kindern entwickelt werden.


Vortrag zu Bestandsaufnahme. Perspektiven: Samstag Block 4.


> Christel van Dieken | Vita

Christel van Dieken ist Diplom Pädagogin und im deutschsprachigen Raum tätig als Bildungsreferentin und Organisationsberaterin für Kitas und Grundschulen online und in Präsenz.
Sie war bis Ende 2025 Inhaberin und Geschäftsführerin des Fortbildungsinstitutes Waterkant Academy Hamburg. Hier entwickelte sie Blended Learning Konzepte für die Umsetzung von Werkstattpädagogik in Kitas und Schule. Sie ist Fachbuchautorin und bundesweit tätig als Keynote Speakerin. Sie ist Filmproduzentin und Produktionsleiterin von Onlinekursen zur Waterkant Werkstattpädagogik.
Ausbildung als Diplom Pädagogin an der Technischen Universität Berlin; Ausbildung in Kunsttherapie; Kunststudium an der Europäischen Kunstakademie Trier; Weiterbildung zum Kuratieren von Ausstellungen HdK Berlin; Studienreisen in Kitas nach Reggio/Emilia

Website der Waterkant Academy >>> (https://www.waterkant-academy.com/waterkant-medien).



> Dr. Ann-Katrin Bockmann | Gelebte Mehrsprachigkeit –
Perspektiven für die frühpädagogische Praxis / in Kita und Grundschule

Mehrsprachigkeit ist in Kita und Grundschule längst der Normalfall – und wird doch oft als Sonderfall behandelt. Hartnäckig hält sich z. B. der Mythos, zwei Sprachen überforderten Kinder. Und es macht einen Unterschied, ob ein Kind mit Deutsch und Englisch aufwächst oder mit Deutsch und Kurdisch: Nicht jede Mehrsprachigkeit gilt gleich viel. Der Vortrag ordnet ein, wie mehrsprachiges Aufwachsen wirklich verläuft und wie alle Sprachen zur Ressource werden – mit Alltagsgeschichten aus den Projekten KEA und KEA für Eltern („Kinder entwickeln alltagsintegriert Sprache“).

> Dr. Ann-Katrin Bockman | Innen ansetzen, außen verändern. Wie wir Kinder aus der Spirale der Ausgrenzung holen

Manche Kinder geraten immer wieder in dieselbe Rolle: Sie ecken an, werden abgelehnt, fallen aus der Gruppe. Dabei wird leicht übersehen, dass auch in uns Erwachsenen innere Anteile reagieren – auf Verhalten, das uns überfordert, ärgert oder hilflos macht. So entsteht eine Spirale, die Ausgrenzung und Einsamkeit verfestigt. Im Workshop schauen wir nach innen: Welche eigenen Anteile sind in solchen Momenten aktiv – und wie können wir so für uns da sein, dass wieder ein gemeinsamer Raum entsteht, in den das Kind zurückkehren kann?



> Ann-Katrin Bockmann | Vita

Ann-Katrin Bockmann ist Logopädin, Psychologin und Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin. Sie arbeitet am psychologischen Institut der Universität Hildesheim in Forschung, Lehre, Praxis sowie Transfer von Forschungswissen in die pädagogische und psychologische Praxis. Hierbei liegt ihr besonderer Fokus auf der Entwicklung von Sprache im Vorschulalter sowie dem Zusammenhang zu sozial emotionaler Entwicklung (Diagnostik und Intervention). Als Leitung der Begleitstruktur KEA (Kinder entwickeln alltagsintegriert Sprache) unterstützt sie mit ihrem Team seit 2011 die ca. 180 Kitas in Stadt und Landkreis Hildesheim. Neben der Unterstützung der Fachkräfte liegt ihr der Einbezug von Eltern besonders am Herzen (z.B. Late Talker Beratung in der Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche (KiM)) sowie die zunehmende emotionale Belastung von Fachkräften, Eltern und Kindern.

Weitere Infos: Wissenschaftlerin Dr. rer. nat. Ann-Kathrin Bockmann an der Universität Hildesheim >>>

KEA Universität Hildesheim >>>
Fachtag von nifbe zur Slow Pedagogy >>>


> Ineke Eilers | Mehr als Gehirne am Stiel: Selbstregulation als verkörperte Zukunftskompetenz

Selbstregulation ist ein sog. „future skill“ – eine Kompetenz, die in Zukunft besonders gefragt sein wird, um sich an neue Technologien, Arbeitsweisen und Herausforderungen anzupassen und gleichzeitig proaktiv und gestaltend auf zukünftige Entwicklungen Einfluss nehmen zu können. Der Vortrag thematisiert, inwiefern Selbstregulation als verkörperte Kompetenz verstanden und unterstützt werden sollte – denn für Kinder ist der Körper ihr primäres Ausdrucks- und Regulationsmedium: Wir sind mehr als Gehirne am Stiel! („No more brains on sticks!“ – Susan Hrach 2021).



> Ineke Eilers | Vita

Ineke Eilers ist Gesundheits- und Erziehungswissenschaftlerin (B.A./M.A.), Kita-Fachberaterin, freiberufliche Referentin und Autorin. Sie verknüpft pädagogische mit somatischen Ansätzen – überzeugt davon, dass die Verbindung von Körper und Geist eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige und zukunftsfähige Bildungsprozesse ist.


> Mareike Glende | Ich & Macht?
Über den Umgang mit der eigenen Macht in der pädagogischen Praxis

In diesem Workshop wird ein Verständnis von Macht- und Machtmissbrauch vermittelt und herausgearbeitet, warum die Unterscheidung sinnvoll und wichtig ist. Dabei wird beleuchtet, inwiefern Erwachsene über Macht verfügen und warum es gerade in der Arbeit mit jungen Menschen entscheidend ist, diese zu reflektieren. Wir werden uns mit Machtgefälle zwischen Erwachsenen und Kindern aufgrund des Altersunterschiedes beschäftigen und in konkreten Praxisbeispielen analysieren, wann das Verhalten der pädagogischen Fachkräfte machtmissbräuchlich werden kann. Mit Handlungsalternativen ausgestattet, wird ein Workshop angeboten, der zur Selbstreflexion einlädt und pädagogische Fachkräfte dazu befähigen möchte, für Kinder und ihre Rechte einzustehen.

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Workshop zu Praxis. Ideen. Lösungen: Samstag Block 5


> Mareike Glende | Vita

Mareike Glende ist Sozialarbeiterin (MA) und hat im Masterstudium angewandte Sexualwissenschaft studiert. Sie ist Anti-Bias Referent*in (Anti-Bias ist ein diskriminierungs- und machtkritisches Praxiskonzept),
Referentin für den Kinderschutzbund (Schutzkonzepte), sowie Systemische Beraterin und hat für 2,5 Jahre ein Familienzentrum in Hannover geleitet (early excellence Beraterin).
Aktuell: bei der LHH (Landeshauptstadt Hannover) in einem Projekt tätig, das die Umsetzung der Kinderrechte forciert.


> Klaus Kokemoor | Wenn Entwicklung wieder möglich wird – Ernährung, Darm und die Kraft der Beziehung

Anhand eindrucksvoller Fallbeispiele zeigt der Vortrag, wie Ernährung, Darmgesundheit und Beziehung die Entwicklung von Kindern beeinflussen können. Wird durch eine passende Ernährungsumstellung das körperliche Befinden besser, kann ein Kind wieder aufmerksamer wahrnehmen, sich öffnen und leichter in Interaktion treten. Feinfühlige Begleitung gewinnt dann besondere Bedeutung: Die Marte-Meo-Methode zeigt, wie Erwachsene diese neu gewonnene Kontakt- und Beziehungsfähigkeit wahrnehmen, aufgreifen und entwicklungsfördernd stärken können.


> Klaus Kokemoor | Die Kraft der kleinen Momente – Oft liegen Lösungen dort, wo wir sie am wenigsten vermuten.

Im Zentrum dieses Vortrags steht ein bewusstes und selbstreflektiertes pädagogisches Handeln im Umgang mit Kindern, deren Verhalten uns immer wieder herausfordert. Dabei wird das grundlegende Bedürfnis des Kindes nach Sicherheit berücksichtigt. Anhand von Videobeispielen wird gezeigt, wie die vier Dimensionen Raum, Zeit, Handlung und Beziehung pädagogische Interventionen prägen. Dabei wird deutlich: Lösungen zeigen sich häufig dort, wo wir sie zunächst am wenigsten vermuten.


Vorträge zu Praxis. Ideen. Lösungen: Freitag Block 1 und Samstag Block 3.


> Klaus Kokemoor | Vita

Klaus Kokemoor Jg.1962, ist Vater von drei Töchtern, Diplom-Sozialpädagoge, Supervisor, Therapeut (Entwicklungsbegleitung Doering, Psychomotorische Praxis Aucouturier sowie Marte-Meo Video Interaktionsanalyse). Koordinator für das Thema Inklusion der Stadt Hannover. Seit 1982 beschäftigt er sich in Praxis und Theorie mit Menschen mit Autismus. Klaus Kokemoor ist Autor der Bücher Autismus neu verstehen, Das Kind das aus dem Rahmen fällt, Von der Ohnmacht zur Handlungskompetenz – Die Begleitung von Kindern mit herausforderndem Verhalten sowie Blackbox Medienkonsum, das in Kürze erscheint.

Zur Website von Klaus Kokemoor >>>

Die Bücher von Klaus Kokemoor sind im Mabuse Verlag >>> und im Verlag Psychosozial >>> erschienen.


> Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach | Kinder: Minderheit ohne Schutz. Aufwachsen in der alternden Gesellschaft

Kinder und Heranwachsende sind heute krisenerfahren und geprägt. Zugleich sind sie zu einer Minderheit geworden, ohne wirksamen Minderheitenschutz. Das führt dazu, dass die Situation junger Menschen nicht nur episodisch, sondern strukturell prekär ist. Im Beitrag wird dargestellt, wieso junge Menschen in der alternden Gesellschaft unter Druck geraten, aber auch welche Lösungswege es geben kann. Notwendig ist ein Kulturwandel, der Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt politischer und gesellschaftlicher Aufmerksamkeit rückt.


Start.Vortrag am Freitag.


> Sebastian Kurtenbach | Vita

Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach lehrt Politikwissenschaft und Sozialpolitik an der FH Münster und ist Privatdozent für Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum. Er forscht zu Stadt, Migration, Konflikten, Nachbarschaften und Wohnkrise. Zu seinen Publikationen zählt das für den Deutschen Sachbuchpreis nominierte Buch „Kinder: Minderheit ohne Schutz“.

Website von Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach >>> (https://sebastiankurtenbach.de/)
Website Nominierung Sachbuchpreis für das Buch „Kinder – Minderheit ohne Schutz: >>>.


> Bianka Pergande | Die Kita als sicherer Ort für Kinder – 
kollegiale Intervention in kritischen Situationen des pädagogischen Alltags

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> Bianka Pergande | Inklusion im Kita-Alltag und Umgang mit herausforderndem Verhalten von Kindern – Konflikte und Übergriffe unter Kindern

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Vorträge zu Zukunftsweisende Konzepte: Freitag Block 2
Praxis. Ideen. Lösungen: Samstag Block 3.


> Bianka Pegande | Vita

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Mitarbeit am Bildungsplan für Brandenburg >>> (https://www.fh-potsdam.de/aktuelles-medien/news/brandenburgs-bildungsplan-tritt-kraft).
Kinderrechte, Deutsche Liga für das Kind
BiKA-Studie >>> (https://www.fh-potsdam.de/forschung-transfer/projekte/bika)


> Andreas Reith | Familienzentren und Early Excellence: Eine ideale Verbindung für kindliche Entwicklung

Die Arbeit in Familienzentren und der Early-Excellence-Ansatz sind wie zwei Seiten derselben Medaille: Beide setzen auf Partizipation, Ganzheitlichkeit und Vernetzung – und genau das macht sie zu perfekten Partnern. Early Excellence liefert das pädagogische Fundament, während Familienzentren den Rahmen bieten, um diese Prinzipien lebendig werden zu lassen.

Beide Ansätze sehen Familien als aktive Gestalter, verstehen Bildung als Prozess und begreifen die Gemeinschaft als zentrales Element für gesellschaftliche (Weiter-)Entwicklung.

Für pädagogische Fachkräfte ist die Auseinandersetzung mit Early Excellence eine Grundvoraussetzung für professionelles Handeln. Der Ansatz fordert sie auf, sich selbst zu reflektieren. Diese Haltung ermöglicht es, Kinder vorurteilsfrei zu begleiten und ihre individuellen Stärken zu erkennen. Gleichzeitig lernen Fachkräfte, Eltern nicht als „Problem“, sondern als wichtigste Experten ihrer Kinder wahrzunehmen (M. Whalley). Das verändert die Zusammenarbeit grundlegend: Aus „Betreuung“ wird fördernde Begleitung.

Der Einfluss auf die kindliche Entwicklung für Kinder und deren Familien, die in einem Familienzentrum oder einer Early-Excellence geprägten Umgebung aufwachsen, wird den Fokus auf selbstbestimmtes Lernen lenken. Kein Kind wird „in Schubladen gesteckt“, sondern in seiner intrinsischen Motivation bestärkt – ob beim Bauen, Forschen oder im Dialog. Offene Fragen und Wertschätzung für Vielfalt stehen im Mittelpunkt. Langfristig führt das zu Kindern und Familien, die resilienter, neugieriger und selbstbewusster sind. (Prof. Dr. R. Marx)

Für mich persönlich ist die Verbindung von einem Familienzentrum mit dem Early Excellence-Ansatz dabei mehr als ein Konzept – es ist eine Einladung, Bildung immer wieder neu zu denken – kein starres System, sondern eine Haltung, die mit den Menschen wächst.


Vorträge zu Praxis. Ideen. Lösungen: Freitag Block 1, Samstag Block 3


> Andreas Reith | Vita

Andreas Reith, ist als Koordinator und Fachberater der Heide und Heinz Dürr Stiftung in Hannover tätig. Seine Berufserfahrung als ehem. Leiter eines Early Excellence-Familienzentrums in Hannover unterstreicht sein Verständnis für die Bedürfnisse von Familien und die Bedeutung frühkindlicher Förderung. Mit einem Abschluss in Sozialmanagement (FH) und einer Zusatzqualifikation als Coach (DBCV) verbindet er fachliches Know-how mit praktischen Anleitungen. Als Präsidiumsmitglied im Bundesverband der Familienzentren und Mitglied der Expertenrunde Familienzentren Niedersachsen versucht er aktiv die Rahmenbedingungen für die Familienzentrumsarbeit weiter zu entwickeln. Als Mitbegründer und Sprecher des Netzwerkes für Familienzentrumsarbeit Niedersachsen unterstützt er eine Plattform, die den Austausch und die Vernetzung in diesem Bereich fördert.

Website der Heinz und Heide Dürr Stiftung >>> (https://www.heinzundheideduerrstiftung.de/).


> Prof. Dr. Regina Remsberger-Kehm | Die Entwicklung von Kindern mit einem feinfühligen Antwortverhalten unterstützen

„Ich kann was! Mir wird was zugetraut.“ Schon lange ist bekannt, was Kinder für eine gesunde Entwicklung brauchen. Damit sich Kinder angenommen, liebenswert und kompetent erleben, müssen ihre Bezugspersonen die Grundbedürfnisse der Kinder erfüllen, wahrnehmen, wie es ihnen geht und feinfühlig auf die Signale der Kinder eingehen. Im Vortrag wird beleuchtet, wie solch ein feinfühliges Antwortverhalten im pädagogischen Alltag gelingen kann.


Vortrag zu Bestandsaufnahme. Perspektiven am Samstag Block 4


> Regina Remsberger-Kehm | Vita

Prof. Dr. Regina Remsperger-Kehm (Dipl. Sozialpädagogin) ist Professorin für Frühkindliche Bildung an der Hochschule Fulda und leitet dort den Studiengang Frühkindliche inklusive Bildung. Zu ihren Arbeits- und Forschungsschwerpunkten gehören u.a. Fachkraft-Kind-Interaktionen, Begleitung der Bildungsprozesse von Kindern, Kinderrechte, Kinderschutz sowie ethische Fragen in der Kindheitspädagogik.

R. Remsberger-Kehm an der Hochschule Fulda >>> (https://www.hs-fulda.de/sozialwesen/ueber-uns/professuren/details/person/prof-dr-regina-remsperger-kehm-2-3018/contactBox).
Vortrag auf der didacta 2026 „Feinfühliges Antwortverhalten stärken“ (https://www.nifbe.de/wp-content/uploads/2026/03/Feinfuehliges-Antwortverhalten-staerken_Remsperger-Kehm_Druck.pdf)


> Sandra Richter | Sprachsensible Kommunikation auf Augenhöhe in Kita und Grundschule

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Vorträge zu Praxis. Ideen. Lösungen: Freitag Block 1, Samstag Block 5


> Sandra Richter | Vita

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Website Sandra Richter >>> (https://sandrarichter.net/)


> Stefan Ruppaner | Schule der Zukunft – Lernen neu denken – die Alemannenschule Wutöschingen

Im Vortrag wird deutlich wie das System Schule das Lernen behindert. Die Alemannenschule Wutöschingen hat sich seit 2010 auf den Weg gemacht grundlegende Änderungen umzusetzen. Eine andere Einteilung von Zeit und Raum hat Strukturen generiert, die für die Lernenden optimale
Bedingungen bietet. Die Schmetterlingspädagogik ist vor dem Hintergrund des 21st Century Skills Modells zu sehen, das folgende vier Kompetenzfelder abdeckt:

  • Kompetenter Umgang mit Medien, Technologien, Informationen und Daten
  • Virtuelle und persönliche Kommunikation und Kollaboration vor dem Hintergrund von Diversität (z.B. Interdisziplinarität, Interkulturalität, Alter)
  • Kreative Problemlösung, Innovationsfähigkeit, Analytisches und Kritisches Denken
  • Flexibilität, Ambiguitätstoleranz, Eigenmotivation, Selbständiges Arbeiten

Diese Anforderungen sind mit traditionellen Unterrichtsformen nicht zu erfüllen.


> Stefan Ruppaner | Schmetterlingspädagogik – Lernen von zwei Flügeln getragen

An der Alemannenschule Wutöschingen die 2019 Preisträgerschule des Deutschen Schulpreises ist, findet man kaum noch regulären Unterricht. Dieser wird durch die Schmetterlingspädagogik ersetzt, deren beiden Flügelseiten zum einen das „Selbstorganisierte Lernen“ und zum anderen das „Lernen durch Erleben“ sind.
Beim Selbstorganisierten Lernen soll der Prozess des Wissenserwerbs durch die Lernenden selbst mitgesteuert werden – so sind zur selbstständigen Aufgabenauswahl und -bearbeitung Kompetenzen
des selbstregulierten Lernens notwendig. Neben fächerspezifischen Arbeitstechniken und Lernstrategien, die zur Bearbeitung der Aufgaben als „Handwerkszeug“ grundlegend notwendig sind, müssen den Lernenden hervorragend konzipierte Lernmaterialien zur Verfügung gestellt werden. Die Digitalisierung ist dabei das entscheidende Werkzeug. Lernen durch Erleben knüpft an die Fähigkeit und das Bedürfnis der Menschen an, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für das eigene Verhalten vor allem aus den persönlichen Erfahrungen zu ziehen. Dabei geht es im Besonderen darum, neue Lösungswege und Handlungsoptionen zu erkunden. Die Aufgabe der Schule ist es, Situationen zu schaffen, in denen Lernen durch Erleben stattfinden kann.


Vorträge zu Zukunftsweisende Konzepte: Freitag Block 2,
Praxis. Ideen. Lösungen: Samstag Block 3


> Stefan Ruppaner | Vita

Stefan Ruppaner war von 2005 bis 2024 Rektor der Alemannenschule Wutöschingen (ASW), die zu den innovativsten Schulen weltweit gezählt wird. 2019 und 2021 ist die ASW Preisträgerschule des Deutschen Schulpreises geworden. Die Abkopplung des Lernens von Zeit und Raum wurde an dieser Schule weitgehend umgesetzt. Stefan Ruppaner gehört zu den Begründern der Schmetterlingspädagogik, die das von digitalen Werkzeugen gestützte „Selbstorganisierte Lernen“ ermöglicht, um Zeit für das handlungsorientierte „Lernen durch Erleben“ zu gewinnen.
Seit 2017 ist Stefan Ruppaner Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Genossenschaft Materialnetzwerk eG, die sich zum Ziel gesetzt hat, OER-Lernmaterialien zum Selbstorganisierten Lernen in höchster Qualität für alle kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Weitere Infos zur Alemannenschule Wutöschingen (ASW) findet ihr hier >>> und zu der gemeinnützigen Genossenschaft des Materialnetzwerkes eG hier >>>.


> Fredrik Vahle | Anne Kaffeekanne und das kleine Einhorn – Übungen und Nachdenklichkeiten zu Märchen, Mythen und der Motorik der Verbundenheit

In diesem Workshop wird mit Übungen und Hintergründen erarbeitet, wie Kinder durch Lieder und Geschichten prägende Erfahrungen zu Selbstbild, Ermutigung und Orientierung machen können. Es wird die Bedeutung des Konzepts der Motorik der Verbundenheit vorgestellt, der Verbindung von eigener Sprache und Erzählen mit Musik und Bewegung und die ungebrochene Kraft von Mythen und Märchen.


Vorträge zu Praxis. Ideen. Lösungen: Musikalischer Einstieg Samstag 9:00h und Block 5


> Fredrik Vahle | Vita

Fredrik Vahle, Jahrgang 1942, wurde in Stendal geboren und lebt heute in Salzböden bei Gießen und auf La Gomera. Fredrik Vahle ist mit Liedern wie „Die Rübe“ und „Anne Kaffeekanne“ sowie aktuellen Liedern, Gedichten und Geschichten, auch für Erwachsene, Generationen von Fans als Erneuerer des Kinderlieds bekannt und ist ebenso als Autor (Fachbücher wie „Sprache mit Herz, Hand und Fuß“, Kinderbücher wie „Fischbrötchen“, Bücher für die ganze Familie wie die neuen „Geschichten vom kleinen Einhorn“, als Dozent und als Sprachwissenschaftler (Uni Gießen) tätig.

Mehr Infos zu Fredrik Vahle findet ihr auf seiner Website >>>. Das Buch zur Motorik der Verbundenheit ist beim Beltz Verlag erschienen >>>.


> Simone Weber de Tellez | Erfahrungen mit dem Konzept von „Marte Meo“

In unserem hektischen Alltag gehen kleine Momente oft unter – dabei sind es genau diese „verlorenen Minuten“, die für Kinder entscheidend sein können. Jede Begegnung, jedes Zuhören, jedes kurze Innehalten, jede verbale Begleitung des kindlichen Spiels birgt die Chance, Entwicklung zu fördern und Beziehung zu stärken.
Wir wollen gemeinsam entdecken, wie wir solche Momente im pädagogischen Alltag bewusst wahrnehmen und nutzen können. Anhand von praktischen Beispielen wird erfahrbar, wie Kinder in ihrer emotionalen, sozialen und sprachlichen Entwicklung unterstützt werden können – auch dann, wenn Zeit und Ressourcen knapp sind.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Marte Meo-Methode: einer videobasierten, ressourcenorientierten Vorgehensweise, die zeigt, wie gelungene Interaktion im Alltag gelingt. Wir werden Einblicke erhalten, wie Marte Meo hilft, Entwicklungsprozesse sichtbar zu machen, die Selbstwirksamkeit der Kinder zu stärken und die Qualität von Beziehungen zu vertiefen.


Vorträge zu Praxis. Ideen. Lösungen: Freitag Block 1


> Simone Weber de Tellez | Vita

Simone Weber de Tellez – Diplom-Pädagogin mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung – Marte Meo Supervisorin – langjährige Erfahrung als Koordinatorin in einem Familienzentrum in Hannover und Fachberatung für Marte Meo – Mutter von vier inzwischen fast erwachsenen Kindern


> Laura Wieder | Kunstwerkstatt | Wie ich meine Welt erlebe – Ideen und Chancen werden Zukunft

Alles um uns herum – Bilder, Gerüche, Geräusche, Dinge, Menschen – hinterlässt in jedem von uns einen anderen Eindruck. Was macht eine Idee mit uns, wenn wir ihr Raum geben? Und was wird möglich, wenn wir die Perspektive wechseln und unsere Welt anders betrachten? Wie können wir bewusster wahrnehmen, was andere brauchen, welche Erfahrungen, Fragen, Ideen und Wünsche sie haben?
In beiden Workshops gehen wir diesem gestalterisch nach. Im kreativen Tun können neue Blickwinkel und Gedanken entstehen – als Inspiration für die Frage, worauf wir heute unsere Prioritäten legen müssen, damit wir gemeinsam mit den Kinder Zukunft kreativ, selbstbestimmt und zuversichtlich gestalten können.

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Workshop zu Praxis. Ideen. Lösungen: Freitag Block 1


> Laura Wieder | Vita

Laura Wieder, Jahrgang 1990, lebt in Göttingen.
2017 M.A. Erziehungswissenschaft – Innovation und Management im Bildungswesen
2019 bis 2024 Leitung Naturkindergarten Rosdorf
seit 2022 zertifizierte Kunst- und Gestaltungstherapeutin
seit 2024 Leitung Kita Leineviertel im Stadtteilhaus Leineviertel Göttingen
seit 2026 Leitung Familien- und Begegnungszentrum im Stadtteilhaus Leineviertel Göttingen


> Ute Wieder | Kunstwerkstatt | Wie ich meine Welt erlebe – Ideen und Chancen werden Zukunft

Alles um uns herum – Bilder, Gerüche, Geräusche, Dinge, Menschen – hinterlässt in jedem von uns einen anderen Eindruck. Was macht eine Idee mit uns, wenn wir ihr Raum geben? Und was wird möglich, wenn wir die Perspektive wechseln und unsere Welt anders betrachten? Wie können wir bewusster wahrnehmen, was andere brauchen, welche Erfahrungen, Fragen, Ideen und Wünsche sie haben?
In beiden Workshops gehen wir diesem gestalterisch nach. Im kreativen Tun können neue Blickwinkel und Gedanken entstehen – als Inspiration für die Frage, worauf wir heute unsere Prioritäten legen müssen, damit wir gemeinsam mit den Kinder Zukunft kreativ, selbstbestimmt und zuversichtlich gestalten können.

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Vorträge zu Praxis. Ideen. Lösungen: Samstag Block 3


> Ute Wieder | Vita

Ute Wieder, Jahrgang 1962, lebt in Göttingen, ist Diplom-Kunstpädagogin, freiberufliche Fachberaterin und Fortbildnerin sowie Prozessbegleiterin für das Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe).

Ute Wieder beim nifbe >>>.


> Sylvia Zöller | Verantwortung gemeinsam leben – Impulse aus Schweden für eine starke Pädagogik

Viele Expert:innen sind überzeugt, dass Kinder in der frühkindlichen Bildung ihr volles Potenzial in einer offenen Pädagogik entfalten können. Doch offene Kitas allein schafft noch keine Qualität. Entscheidend ist die Frage: Was brauchen Kinder, damit sie sich sicher, gesehen und beteiligt fühlen? Am Beispiel Schwedens zeigt Sylvia Zöller, wie eine gelebte Verantwortungsgemeinschaft und eine Kultur der Selbstreflexion die Grundlage für gute Pädagogik bilden und wie Teams ihre Praxis nachhaltig weiterentwickeln können.


> Sylvia Zöller | Warum Eingewöhnung mehr ist als Abschied und Ankommen

Der Beginn der KiTa-Zeit prägt Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte gleichermaßen. Doch was geschieht, wenn Abschiede schwerfallen, sich Rahmenbedingungen ändern oder der Alltag anders verläuft als geplant? Sylvia Zöller zeigt, wie Eingewöhnung auch unter herausfordernden Bedingungen sicher gelingen kann. Im Mittelpunkt stehen die Ressourcen des Kindes, die Vielfalt von Familien, eine systemische Sichtweise und alltagstaugliche Wege, die Kinder stärken, Eltern Sicherheit geben und pädagogische Fachkräfte nachhaltig entlasten.


Vorträge zu Zukunftsweisende Konzepte: Freitag Block 2,
Praxis. Ideen. Lösungen: Samstag Block 3


> Sylvia Zöller | Vita

Sylvia Zöller ist Pädagogin mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung und arbeitet selbstständig in der Fort- und Weiterbildung, Beratung und im Coaching. Sie begleitet und qualifiziert Kitaträger, Fachberatungen, Kitaleitungen und pädagogische Fachkräfte und ist als Speakerin und Autorin zu Themen der frühen Kindheit tätig. Als Vorstandsmitglied im Bundesnetzwerk Fortbildung und
Beratung in der Frühpädagogik e.V. und Koordinatorin des Regionalen Netzwerks Baden-Württemberg setzt sie sich für Qualität in der frühen Kindheit, bessere Rahmenbedingungen und die Weiterentwicklung pädagogischer Praxis ein.
Sie ist Multiplikatorin der Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen. Im MOVE-Projekt zur Stärkung des Kinderschutzes wirkte sie als Beiratsmitglied mit.

Im Rahmen einer Bildungsreise nach Schweden mit dem Bundesnetzwerk erhielt sie 2024 inspirierende Einblicke in ein Bildungssystem, dass Kinder konsequent in den Mittelpunkt stellt. Die dort gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse prägen ihre Arbeit bis heute und bestärken sie in der Überzeugung, dass pädagogische Qualität das Leben von Kindern und Familien nachhaltig verändern kann.

Gemeinsam mit Petra Evantschitzky entwickelte sie das Münchener Eingewöhnungsmodell weiter und veröffentlichte dazu Buch und Film.

Sie ist verheiratet, Mutter drei erwachsener Kinder
und lebt in Karlsruhe.

Sylvia Zöller Website: sylvia-zoeller.de >>>